Guitar Service + Tube Amp Service + E-Guitars + Classic Guitars + Western Guitars + Amps

Telefon

06151 - 55 16 0

Global

Mein Selmer Thunderbird Twin Fifty, 1.Kapitel: Zustand

SELMER Thunderbird Twin Fifty,  front_magisches_auge.jpg (1.11 MB)
SELMER Thunderbird Twin Fifty,  roehrenfassungen_in_gummi.jpg (790.19 KB)
SELMER Thunderbird Twin Fifty, roehrenfassungen_in_gummi_2.jpg
SELMER Thunderbird Twin Fifty,  roehrenfassungen_in_gummi_endstufe.jpg
SELMER Thunderbird Twin Fifty, Truevoice Tasten

 

Als ich den Combo vor mehr als 20 Jahren kaufte, war er kein teuer gehandelter Vintage Geheimtipp, sondern ein alter Verstärker, den ich haben wollte, weil ich seit etwa 1971 einen Selmer Treble 'n Bass Mark III spielte, und dessen Sound mochte ich einfach.

Er hatte offensichtlich zum goßen Teil noch die ersten Röhren – Mullards, Brimars, und Telefunken – einen „Selmer“ Lautsprecher, der nach meiner Meinung ein Fane war, einen Isophon Alnico-Typen und einen ausgetauschten Netztrafo von Engel (Wiesbaden).

Bauteile – großzügig dimensionierte Widerstände, Kondensatoren großteils von WIMA – auf Lötösenleisten montiert und manchmal direkt zu den Röhrenfassungen oder Potis. „Point-to-Point“ im besten Sinne.

Alle Röhrenfassungen in Gummi gelagert! Der beste denkbare Schutz der Röhren vor frühem Verschleiß in einem Combo. In meinem Treble 'n Bass hatten die das schon aufgegeben, und man findet so etwas in keinem der berühmten „Vintage“ oder auch neuen „Boutique“ Teile. Beeindruckend konsequent auf Haltbarkeit hin gebaut, wie die alten, teuren Röhrenoszilloskope aus meinen nachrichtentechnischen Praktika an der THD, und nicht auf maximale Kostenersparnis/Profitmaximierung.

Faszinierend: Ein magisches Auge für Tremologeschwindigkeit und Tremolotiefe!

Verwirrend: Die Tastatur „Truevoice“, wie bei einem Radio, zur Vorwahl bestimmter fester Klangvoreinstellungen, ich benutzte immer nur die „Rotary Control“.

Und eine richtig lange Hallspirale hochkant seitlich im Gehäuse und ein Aufnahmebügel für den Fußschalter.

Vorstufe oben, Endstufe mit Netzteil unten im Gehäuse, etwas gebrummt hat er trotzdem...

 Nach einer gründlichen Reinigungskur diente er mir zuverlässig.

Irgendwann so um 1993-94 fing er an verstärkt zu brummen. Zuerst ließ es noch nach, wenn er warm gelaufen war, so dass ich dem nicht viel Bedeutung beimaß.

Mit der Zeit wurde es aber immer lauter, ging nicht mehr weg, und schließlich schaltete die Sekundärsicherung ab. Ausgangstrafo hinüber! Einseitig wohl die Isolation durch, daher das Gebrumme, weil eben die Restwelligkeit der Versorgungsspannung nicht mehr durch symmetrische Wicklungen wegsubttrahiert wurde. Schade, aber der Zufall wollte, dass ich mich an einen Engel (Wiesbaden) Ausgangstrafo für zwei EL34 erinnerte, den ich 1969 gekauft hatte, um einen Verstärker zu bauen (aus dem nie etwas geworden war), und den auch noch fand!

Also 'rein mit dem Teil. Funktionierte, klang vernünftig.

Bei der Gelegenheit begann ich dann mit ein paar kleinen Modifikationen.

Davon mehr im nächsten Kapitel.

 

Meta Navigation DE

Copyright

© Musikladen Eberstadt