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Lakland-Bass, eigentümlicher Sound, ein Lehrstück zum Thema Kontaktübergangswiderstand

... der sich bestätigen sollte. Man hatte sich bei der Herstellung (oder etwa schon bei der Konstruktion?) darauf verlassen, dass die Verschraubung auf der verchromten Grundplatte schon für die Erdung der Komponenten sorgen würde.

Nach dem Ergänzen der Masseleitung (das blaue Kabel – nicht einmal die Buchse war verdrahtet - und der dicke Silberdraht zwischen den Potis) war der Sound wieder heil und die Regelung in Ordnung.

Eigentlich sollte doch jedem Konstrukteur eines solchen Instruments, wenn er auch nur ein bisschen Ahnung von Elektrotechnik und Chemie hat, klar sein – meine ich – dass das so nicht funktioniert. Eisen-/Grauguss-/Zink-Aluminium-Guss-Gewinde und -Muttern auf Chrom. Chrom hält auf Eisen nur mit einer Zwischenschicht aus Kupfer, das ist bekannt. Warum soll dann ausgerechnt diese nackte Verschraubung ohne Kontaktkorrosion funktionieren? Das hat schon früher bei Fender (leider auch bei meinem Selmer Combo) nicht geklappt (Teles, Strats, Jazz-Bässe). Ahnungslose Konstrukteure? Schlecht! Sparbrötchen? Auch nicht gut – in dieser Preisklasse!

Wenn man sich das um die Kontaktübergangswiderstände (schwarz) ergänzte Schaltbild ansieht, versteht man gleich, was abgeht. Die sind noch nicht einmal konstant, sondern haben obendrein möglicherweise noch so etwas wie Halbleitereigenschaften (die zu hörenden Verzerrungen lassen das vermuten, die Dioden sollen das veranschaulichen): Die Potis können nicht auf Null regeln, es bleibt ein leises, verzerrtes Signal übrig – eklig – und auch das aufgedrehte Signal klingt „komisch“, Gebrumme inklusive.

Ich habe da wirklich schon so Einiges gesehen. Da machen Leute sich Gedanken über individuelle Pickups, führen wahre Glaubenskriege über Stoff-ummantelte Kabel, die besser klingen sollen, Bumble-Bee-Kondensatoren mit dem ultimativen Sound (man kann das ja ernsthaft diskutieren und hören!) – und ignorieren dann die einfachsten, wesentlichen physikalischen Grundsätze. Also bitte! Alufolie-kaschierte Elektrikfachdeckel ohne Masseanschluss sind da noch das Banalste…

Also: Schaut euch eure Instrumentenelektrik an. Wenn nicht alle Masseverbindungen konsequent mit Drähten ausgeführt sind, arbeitet nach. Ihr vermeidet Ärger – wenn auch manchmal erst nach zehn/fünfzehn Jahren...und entschuldigt bitte meine Bissigkeit, aber – so was halte ich für unerträglich!

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