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Mein Selmer Thunderbird Twin Fifty, 2. Kapitel: Modifikationen

Endstufe innen
Endstufe und Hallspirale
 selmer_thunderbird_twin50_vorstufe

 

Als Erstes setzte ich im Endstufenteil zwei Trimmer ein für individuelle Einstellung der Ruheströme. Dann im Vorstufenmodul an der Kontrollampe einen Entbrummer, das brachte etwas mehr Symmetrie hinten und weniger Gebrumm vorn.

Dann waren die Lautsprecher an der Reihe. Der Fane erschien mir etwas zu grell und der Isophon zu schlapp.

Nach dem Umweg über zwei alte Goodmans, die ich ob ihres entsprechenden Alters und aufgrund einer Empfehlung für passend hielt, baute ich zwei Celestion G12H von 1977 ein, die ich noch übrig hatte, weil ich deren Transparenz und „Biss“ schätzte, die mir allerdings auf die Dauer für meinen Treble 'n Bass etwas zu giftig und kühl erschienen (dem verpasste ich Cannabis Rex, die ich aber gegen G12M austauschen will, sobald ich sie mir leisten kann...), in diesem Combo mag ich sie.

Die erste Vorstufenröhre („V1“) wurde vor etwa fünf Jahren wegen Mikrofonie durch eine JJ E83CC ersetzt, weil die nun überhaupt nicht mikrofonisch war. Über den Klang machte ich mir erst später Gedanken.

Nach einiger Zeit störte mich das Gebrumm des Federhalls, man konnte ihn nur wenig aufdrehen. Die Hallspirale stand hochkant im Gehäuse auf der Seite des Netztrafos, der natürlich fleißig in die Wiedergabespule streute. Ich verlängerte also die Zuleitungen und suchte eine bessere Position. Ich fand sie auf der anderen Seite, beim Ausgangstrafo, Aufsprechspule unten, Wiedergabespule oben – (wie auch sonst...) die Halterung für den Fußschalter schraubte ich auf der anderen Seite fest.

Es brummte mir immer noch zuviel, also verpasste ich der Aufsprechröhre (½ V5a) einen Kathodenbypasskondensator im Nanofaradbereich, um durch den höheren Pegel eventuell einen besseren Geräuschspannungsabstand zu bekommen, und verkleinerte den Auskoppelkondensator des Wiedergabeverstärkers (V6), um durch die höhere untere Grenzfrequenz weniger Brumm zu verstärken. Diese Maßnahmen brachten Einiges, jetzt konnte ich auch mal mit Hall spielen, ohne Generve.

Gegenüber meinem Treble 'n Bass war er mir aber immer noch nicht „klar“ genug. Also bei einem Kanal raus mit der originalen „Kuhschwanz“ Klangregelung, die hervorragend funktionierte,aber mir etwas mulmig erschien, und rein mit dem Tonestack des Treble 'n Bass ergänzt durch einen Mittenregler in die Bohrung des zweiten Eingangs des Kanals.

...und sie lebten glücklich zusammen über viele Jahre...

bis er vorletzten Sonntag beim Soundcheck in der Nickelsmühle heftig „Mätzchen“machte, sich zwar wieder „einkriegte“, dann aber trotzdem eine eingehende Untersuchung anstand, man weiß ja nie...

Davon im nächsten Kapitel.

 

 

 

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